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Festpreis vs. Time & Materials

Neue Methoden im Projektmanagement ermöglichen nicht nur eine effizientere und schnellere Arbeit, sondern bieten auch beim Abrechnen deutliche Vorzüge. Softwareentwickler profitieren dabei von einer bedarfsgerechten Kalkulation und Kunden bezahlen letztlich exakt für das, was gearbeitet wurde. Als Abrechnungsmodelle kommen hier sowohl der Agile Festpreis als auch die Abrechnung nach Time&Materials in Frage. Erfahren Sie hier mehr über die Vorzüge der beiden Abrechnungsmodi.

Agiler Festpreis - für mehr Flexibilität bei der Umsetzung

Lange Zeit war es im IT-Bereich Usus nach Festpreisen abzurechnen. Vor dem Projektstart wurde hierfür mit dem Auftraggeber ein Pflichtenheft erarbeitet, anhand dessen sich letztlich die Bezahlung für das beauftragte Projekt orientierte. Allerdings ist die Softwareentwicklung häufig kein linearer Prozess, bei welchem sich wie beim Autobau oder beim Hausbau jeder Einzelschritt passgenau planen lässt. Die herkömmliche Abrechnung über den absoluten Festpreis wird somit der modernen Softwareentwicklung nicht mehr gerecht.

Ein Beispiel: Ein Kunde beauftragt eine Softwareschmiede mit der Entwicklung einer Webanwendung. In einem Pflichtenheft werden alle Arbeitsschritte aufgeführt, die für die Realisierung des Projekts und für dessen endgültige Abnahme erforderlich sind. Für die gesamten im Vertrag fixierten Leistungen wird ein Festpreis veranschlagt. Während der Entwicklung stellt der Auftraggeber jedoch fest, dass er noch weitere Features benötigt oder sich das Ziel des Projekts aufgrund einer Marktänderung ebenfalls ändern muss. In diesem Fall müssen der bisher vereinbarte Vertrag sowie der Fixpreis neu ausgehandelt werden. Die bereits geleistete Arbeit muss neu berechnet werden. Für Auftraggeber und Auftragnehmer ergibt sich dadurch ein administrativer und in der Regel auch finanzieller Mehraufwand, ganz abgesehen vom Zeitverlust, den eine Änderung des Pflichtenhefts und des Festpreises hervorrufen.

Die Lösung: Wird ein Agiler Festpreis vereinbart, wird der Vertragsgegenstand zwar definiert, jedoch nicht die Ausgestaltung der Einzelschritte. Möglich ist dabei zum Beispiel eine Abstimmung mit dem Kunden über Einzelschritte oder Sprints. Für jeden Teilschritt, der erreicht wird, kann dann eine separate Rechnung erstellt werden. Für die Gesamtleistung kann beim Agilen Festpreis außerdem auf der Basis einzelner „Stories“ genannter Einzelschritte ein Festpreisrahmen definiert werden. Danach vereinbaren Kunde und Auftragnehmer eine sogenannte „Checkpoint-Phase“ innerhalb derer einzelne Sprints erledigt werden. Hat das Projektteam das Zwischenziel der Checkpoint-Phase erreicht, wird die bisherige Arbeit evaluiert. Der Auftraggeber hat dann die Möglichkeit zu entscheiden, ob er den Auftrag fortsetzen möchte oder nicht. Wird der Auftrag fortgesetzt, vereinbaren Kunde und Softwarefirma einen definitiven Festpreis sowie mögliche Bedingungen, dass dieser überschritten werden darf. Darüber hinaus werden die einzelnen Rollen im Projektmanagement festgelegt.
 
Für den Kunden besteht mit dem Agilen Festpreis der Vorteil, dass er nicht von Anfang an durch einen Fixpreis gebunden ist, sondern sich zunächst die Projektentwicklung anschauen kann. Erst nach Ablauf einer gewissen Zeit und nach der Anpassung der Projektbedingungen an die neuen Wünsche und Gegebenheiten wird ein definitiver Festpreis fixiert, der im Rahmen der Vertragsbedingungen nochmals angepasst werden kann.

Time and Materials - punktgenaue Abrechnung

Wer schon einmal einen Handwerker beauftragt hat, wird mit dem Modell „Time and Materials“ vertraut sein. Der Kunde bezahlt in diesem Fall die exakte Arbeitszeit nach festgelegten Stundensätzen sowie alle mit der Arbeit entstehenden Unkosten oder Materialanschaffungen.

Für Auftragnehmer hat diese Abrechnungsmethode den Vorteil, dass die Arbeit exakt entlohnt wird. Eine Fehlkalkulation ist somit nahezu ausgeschlossen. Auftragnehmer hingegen sehen in der reinen Abrechnung nach Zeit und Material meist so etwas wie ein „Fass ohne Boden“. Gerade für Neukunden, die ein Unternehmen noch nicht kennen, ist eine solche Abrechnungsmethode eher ungünstig. Denn sie wissen im Vorfeld nicht, wie hoch die Rechnung am Ende für die Softwareentwicklung ausfallen wird.

Allerdings bietet die Methode „Time and Materials“ im Vergleich zu anderen Abrechnungsmodi die größtmögliche Flexibilität. Dies gilt vor allem bei Projekterweiterungen oder Anpassungen.

Um den Nachteil der mangelnden Kalkulierbarkeit auszugleichen, werden „Time and Materials“ häufig durch ein maximales Gesamtbudget gedeckelt. Der Kunde weiß in diesem Fall, dass die Gesamtkosten seines Projekts diese Grenze nicht überschreiten. Der Auftragnehmer hat dadurch eine höhere Flexibilität und kann einzelne Arbeitsschritte ganz nach Bedarf durchführen. Zugleich kennt auch er die obere Preisgrenze und versucht, sich darin zu bewegen. 

launchwerk ist von Time & Materials überzeugt. Um unseren Kunden größtmögliche Budgetsicherheit zu geben, kombinieren wir Time & Materials mit einer umfassenden Budget-Planung sowie der Möglichkeit, nach Sprints abzurechnen. Auf diese Weise erhalten wir die maximale Flexibilität beim Projektmanagement und sorgen zugleich für größtmögliche Effizienz bei der Budgetausnutzung. 

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Über Robert Kilian

Robert kilian launchwerk

Als Mitgründer und Geschäftsführer der launchwerk GmbH mit Standorten in Hamburg und Darmstadt ist Robert immer auf der Suche nach unternehmerischen und technischen Herausforderungen. In der Vergangenheit war er als Freelancer und CTO in Kundenprojekten und verschiedenen Startups tätig.

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