Blog launchwerk rocket

MVP - minimaler Aufwand, maximaler Nutzen

Bis eine komplette Software oder nur eine einzelne Anwendung ihren Weg von der Idee bis zum fertigen Produkt gefunden hat, können je nach Arbeitsumfang ein paar Monate bis zu mehreren Jahren vergehen. Bei immer kürzeren Produktzyklen und den gestiegenen Anforderungen von Kunden und Käufern an Geschwindigkeit und Aktualität kann es deshalb vorkommen, dass eine Software bei ihrer Veröffentlichung schon wieder veraltet ist. Setzen Unternehmen hingegen bei der Softwareentwicklung auf das sogenannte „MVP“, können sie nicht nur viel Zeit, sondern auch Kosten sparen. Erfahren Sie hier mehr über das MVP und den Nutzen dieser Methode.

Was ist überhaupt ein MVP?

MVP steht für „minimum viable product“. Er wurde im Jahr 2009 u.a. durch den US-Unternehmer Eric Ries in einem Interview mit dem Magazin Venture Hacks ins Leben gerufen. Auf Deutsch könnte man das MVP als „minimal-arbeitsfähiges Produkt“ übersetzen. Allerdings trifft diese Übersetzung nicht ganz den Kern des Begriffs.

So bezeichnet das „minimum viable product“ ein Produkt, das möglichst schnell mit minimalen Anforderungen an Funktion und Leistung entwickelt und veröffentlicht wird. Anhand von Nutzerfeedback wird die rudimentäre Basisversion dann sukzessive ausgebaut. Für die Erstellung von MVPs können Entwickler meist auf bereits vorhandene Codes oder Anwendungen zurückgreifen und diese sofort leicht modifiziert einsetzen.

Häufig wird das MVP im Zusammenhang mit der Praxis der „Lean Startups“ verwendet, da die Idee dahinter die gleiche ist: Zum Start muss ein Unternehmen oder ein Produkt noch nicht perfekt sein. Viel wichtiger ist es, so früh wie möglich Praxiserfahrung zu sammeln, um das Ganze für Kunden oder Nutzer zu optimieren.

Die Vorteile des MVP

Ein großer Nachteil nachhaltiger Softwareentwicklung besteht darin, dass sie Zeit benötigt. Je nach finanziellem Spielraum können Auftraggeber die Zeit verkürzen, indem noch mehr Entwickler an einem Projekt arbeiten. Allerdings ist dieser Mehraufwand an Manpower wiederum mit mehr Kosten verbunden.

Durch die Strategie des MVP können Auftraggeber sowohl zeitliche Ressourcen als auch finanzielle Ressourcen schonen. Aufgrund einer kurzen Entwicklungszeit kann stattdessen wichtiges Feedback von Nutzern und Kunden eingeholt werden. Auf der Basis dieser Rückmeldungen lässt sich anschließend über den Erfolg oder Misserfolg des MVP beraten. Danach kann es weiterentwickelt oder verworfen werden.

Das MVP bietet Unternehmen somit die Chance, neue Produktideen erst einmal mit einem minimalen finanziellen und zeitlichen Aufwand zu realisieren. Die Evaluation erfolgt dann nicht im Rahmen von Tests oder Hypothesen, sondern „live“ in der Praxis. Der Nutzen des neuen Programms oder Produkts kann auf diese Weise unter echten Bedingungen ermittelt werden. Sollte sich das MVP als nicht tragfähig erweisen, hält sich der finanzielle Verlust in Grenzen.

MVPs in der Praxis

Es gibt in der Praxis viele verschiedene Möglichkeiten, MVPs erfolgreich zu nutzen. Anhand dieser drei Beispiele veranschaulichen wir Ihnen die Vorteile des „minimal viable product“.

1. Erstellen von Landingpages

Eine Landingpage hat als spezielle Website das Ziel, Conversions zu generieren. Conversions können in Form von Leads oder Sales erfolgen. Wichtig ist dabei, dass Gestaltung und Inhalte der Zielseite optimal auf das Nutzerbedürfnis ausgerichtet sind.

Für die Realisierung der Landingpage wird ein vorhandenes Website-Template verwendet. Textbausteine sowie ansprechendes Bildmaterial ergänzen die Seite. Der Inhalt wird in einem Kurzkonzept entwickelt. Ebenso werden klare KPI definiert.

Sobald die erste Version der Landingpage fertiggestellt ist, wird sie als MVP online gestellt und mit bezahltem Traffic beworben. Auf der Basis des Nutzerverhaltens kann das MVP kontinuierlich optimiert werden, sodass mittelfristig mehr Conversions erzielt und der ROI verbessert werden können.

2. App-Entwicklung

Die Entwicklung kompletter Apps kann sehr viel Zeit erfordern. Wird eine App zunächst als MVP konzipiert, kann die Entwicklung direkt anhand des Nutzerfeedbacks erfolgen. Somit lässt sich die Anwendung von Beginn dank sofortiger Verwendung auf das Nutzerbedürfnis ausrichten. Teure Entwicklungszyklen können auf diese Weise entfallen. Außerdem ist die App bei ihrer Veröffentlichung up-to-date. Zugleich bietet sich die Möglichkeit, eine erfolgreiche Basisversion für weitere Apps zu verwenden.

3. Softwareentwicklung

Gerade kleinere Unternehmen können in der Regel kein großes Budget in die Entwicklung von Software investieren. Wird die Arbeit jedoch als MVP gestartet, lassen sich einfache Anwendungen individuell programmieren, ohne dass das Budget stark belastet wird. Dank eines schnellen Feedbacks können Unternehmen außerdem abschätzen, ob sich eine Weiterentwicklung der rudimentären Ausgangsversion lohnt.

Von Beginn an ist launchwerk als agiler Softwareentwickler vom Nutzen der MVP überzeugt. Wir schätzen daran vor allem die kurze Zeitspanne, in welcher sich funktionsfähige Anwendungen und Softwarelösungen einsetzen lassen. Wenn auch Sie von diesem Wettbewerbsvorteil profitieren sowie Kosten sparen wollen, nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf!

Mehr über launchwerk

Über Benjamin-Timm Broich

Benjamin timm broich launchwerk

Benjamin ist Mitgründer und Geschäftsführer der launchwerk GmbH. Als Autodidakt blickt Benjamin auf über 14 Jahre Erfahrungen im Bereich Webentwicklung und Selbständigkeit zurück. In der Vergangenheit war er als Freelancer und als CTO sowohl in eigenen, als auch in Kundenprojekten unterwegs und verwantwortet jetzt als GF der launchwerk GmbH ein stetig wachsendes Webentwickler-Team mit Standorten in Hamburg und Darmstadt.

    Und wann starten wir das erste Projekt zusammen?

    Schreiben Sie uns noch heute an kontakt@launchwerk.de
    oder rufen Sie uns unter +49 (0) 40 60 94 52 30 an!

    Projekt mit launchwerk starten
    launchwerk GmbH - Webentwicklung für Unternehmen
    Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen.